Die Ernte

Südafrikas Fynbos, auch als südafrikanischer Busch bekannt, ist eine wilde und ungezähmte Landschaft. Hier gibt es zwar Bauern, aber sie besitzen oft nur Land, auf dem sie selten etwas kontrolliert anbauen können, da die Bewässerung zu schwierig ist. Sollte ein Bauer das Glück haben, eine Wasserversorgung auf seinem Land zu haben, besteht die Schwierigkeit darin, dass der Fynbos eine felsige Landschaft ist und maschinelle Ernte hier nicht möglich ist. Die Wartung der  Erntemaschienen wäre einfach nicht rentabel.

Deshalb ernten die meisten "Bauern", was auf ihren Grundstücken normalerweise wächst, entweder durch eigenständige, harte Arbeit oder durch die Anstellung sogenannter Tapper.

Tapper sind in Südafrika oft selbstständige Erntespezialisten, die die Ressourcen des Fynbos kennen und diese auch aus dem Land extrahieren. Sie tun dies auf natürliche und nachhaltige Weise, da auch im nächsten Jahr Arbeit für sie da sein soll. Es wird immer so geerntet, dass auch etwas nachwachsen kann.

Warum sollten wir dann nicht einfach direkt spenden, um diese Menschen zu unterstützen? Wir sehen hier die Chance, eine nachhaltige, langfristige Infrastruktur zu schaffen, die eine Lebensgrundlage für Bauern und Tapper bietet und im Einklang mit der Natur steht. Dadurch wird die Natur geschützt, da eine Wertigkeit für sie vermittelt wird. Das Ernten aus dem Fynbos ist eine uralte, traditionelle Handarbeit, die es verdient, geschützt und an die nächsten Generationen weitergegeben zu werden. Und das hat nicht nur Soziale Vorteile, da die Zutaten in der Natur wachsen, sind auch keine Pestizide notwendig, da keine Monokultur entsteht bleibt das Nährstoffprofil der “Anbaufläche” erhalten ohne das nachgedüngt werden muss, und Ernteausfälle durch Schädlinge sind nicht möglich, da diese auf kleinere Zonen beschränkt sind.

Die symbiotische Beziehung mit der Landschaft ist einzigartig in der Welt und faszinierend. Das Potenzial dieser Arbeit ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft, da die meisten Pflanzen in bewirtschafteten Gebieten des Fynbos nicht geerntet werden und ein Großteil des Fynbos gar nicht bewirtschaftet wird.

Ein Grund dafür ist, dass Bauern und Tapper oft an der absoluten Armutsgrenze leben, selbst für südafrikanische Verhältnisse. Die Produkte aus dieser Landwirtschaft konkurrieren direkt mit den billigen Monokulturen. Die herkömmlich benutze Aloe Vera kann zum Beispiel in großen Feldern ausgesät werden und wird dann, nachdem die Pflanze groß genug ist, samt Wurzel maschinell aus der Erde gerissen und direkt weiterverarbeitet.

Wo sind unsere Bio- und Fair-Trade-Zertifikate? Bio-Zertifikate kontrollieren den Einsatz von Pestiziden und die Einhaltung von Qualitätsstandards beim Anbau. Da unser Anbau nicht kontrolliert stattfindet, ist es streng genommen keine Landwirtschaft die Zertifiziert werden kann. Das Fair-Trade-Zertifikat ist uns wichtig, da es faire Bezahlung in der Vertriebskette nachweist. Wir erfüllen diese Ansprüche bereits, aber die Kosten für das Zertifikat sind bei unserer Größe zu hoch und reduzieren den Anteil der Gelder, die an Bauern und Tapper fließen, um den Vertrieb rentabel zu halten. Wir streben an, zu wachsen und das Zertifikat zu erhalten, aber derzeit ist es kontraproduktiv.

Einfach gesagt fließt bei jedem Produkt, ungefähr 60% des Umsatzes nach Südafrika. 40% Für die Produktion und Entwicklung der Produkte, und 20% Für Tapper und Bauern. 20% sind für Import und Verpackungsmaterial, und 20% gehen an uns, da wir uns gerne voll diesem Projekt widmen würden, und unser Pawjekt Manager nur die Besten Leckerlies für seine Arbeit will.

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